Vier Tage wach: Das Berlin Coffee Festival

Erik Brockholz / Kaffee Hotspots  / Vier Tage wach: Das Berlin Coffee Festival
We have Coffee Hofeingang

Vier Tage wach: Das Berlin Coffee Festival

Berlin ist immer eine Reise wert! Besonders für Kaffeeliebhaber wie mich, denn die Kaffeeszene dort pulsiert. Deshalb widmete sich die Hauptstadt vom 1. bis zum 4. September 2017 beim Berlin Coffee Festival vier ganze Tage lang meiner heiß geliebten schwarzen Bohne. Von Freitag bis Sonntag begab ich mich in den Berliner Kaffeehimmel.

Das Festival fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und ist nicht nur für Profis ein Must-Visit. An diesem Wochenende wird Berlin zum ultimativen Treffpunkt für alle Kaffeeliebhaber, Heimröstmeister und selbsterlernte Brühexperten da draußen. Für mich ein Wiedersehen mit vielen Freunden.

Kaffee für alle Sinne

Die ersten zwei Tage verwandelte sich die gesamte Stadt in ein einziges Kaffeeparadies. In zahlreichen Röstereien, Cafés und Pop-up Flächen wurde non-stop geröstet, gemahlen und gebrüht. Dazu gab es an den verschiedenen Kaffee-Hot-Spots coole Competitions, allerhand Workshops, Tastings, aber auch Filme zum Thema Kaffee und abends lässige DJ-Sets – genau meine Art, die Stadt zu entdecken.

Ganz nach dem Motto Kaffee für Körper und Geist habe ich auch an einigen Vorträgen teilgenommen. In den Workshops ging es nicht nur um neue Techniken und Gadgets, sondern auch alles rund um Nachhaltigkeit: Themen wie Direct Trade und wohin das Geld beim Handel fließt oder der Wasserverbrauch vor Ort standen bei der Deutschen Röstergilde im Vordergrund. Nicht nur, weil ich als Röstmeister selbst Mitglied in der Gilde bin, sondern auch, weil mir diese Themen sehr am Herzen liegen, waren die Vorträge des Vereins für mich Programm.

Eine Tasse ist nie genug

Cafe Kranzler Berlin

Daneben habe ich mich Freitag und Samstag natürlich einmal quer durch die Stadt geschmeckt und in diversen Kaffeeröstereien 

Berlins Kaffee verkostet. Unterwegs gab es noch mehr zu erleben: Den ersten internationalen Chemex Cup, ausgetragen von meinen Freunden von Coffee Circle, konnte ich mir nicht entgehen lassen! Außerdem habe ich mir den Karlsbader Kannen Cup der Berliner School of Coffee angeschaut. Es macht immer Spaß zuzusehen, wie andere ihren Kaffee zubereiten.

Mein absolutes Highlight auf der Kaffee-Tour war aber das Café Kranzler am Kurfürstendamm. Das berühmte Berliner Caféhaus gibt es seit der Nachkriegszeit und wird heute von einem meiner Röstkollegen betrieben, Ralf Röller von “The Barn”. Anders als das Café Kranzler ist letzterer ein super moderner Coffeeshop – gegensätzlicher können Kaffeekulturen nicht aufeinander treffen! Ein Muss für alle Kaffeenerds.

Markthalle Berlin Coffee Festival

Das perfekte Wochenende

Wer hier noch nicht auf den Kaffee gekommen ist, hatte am Sonntag beim Kaffeemarkt in der Markthalle Neun genügend Chancen, um sich an den Ständen etlicher Röstereien, Brühbars und Coffeeshops durchzuprobieren. Für mich außerdem die Gelegenheit, ausgiebig mit anderen Experten aus der internationalen Kaffeewelt zu fachsimpeln. Perfekt, um meinen Besuch auf dem Berlin Coffee Festival ausklingen zu lassen.

So viele Gespräche, Vorträge und gute Tassen Kaffee an einem Wochenende lassen das Herz eines Röstmeisters höher schlagen! Ob das allein an der Liebe zum Kaffee oder an einer Überdosis Koffein liegt, sei dahingestellt. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf das Amsterdam Coffee Festival im März 2018!

 

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